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„a piece of alice“

«In einer komplexen Gesellschaft lässt sich die Gesamtheit performativer und narrativer Gattungen, aktiver und agierender Formen der Ausdruckskultur vielleicht als Spiegelsaal auffassen oder besser als Saal mit Zauberspiegeln ...»
Victor Turner: Vom Ritual zum Theater

A steht vor dem Spiegel und begegnet ihren Augen.

Andere Menschen kommen und ALICE begegnet ihnen über den Spiegel

ALICE fragt: Falls ich ALICE bin, wer oder was seid ihr?

ALICE mischt die Frage nach der eigenen Identität, der persönlichen Geschichte und der Zugehörigkeit zu einer kulturellen Gemeinschaft immer wieder neu auf. Sie vermischt die Vergangenheit und die Gegenwart und wischt an den Spuren einer möglichen Zukunft. Mitfragende schliessen sich ihr an und formen einen Forschungskörper aus forschenden Körpern. Sie probieren, entdecken und (ver) wandeln sich, huldigen dem Spiel mit Symbolen und rituellen Handlungen. ALICE hat Komplizen.

ALICE und Komplizen stellen die Frage neu:

Wer oder was können wir werden und wer schaut uns wie zu?

Diese und weitere Fragen sind Gegenstand der Recherchearbeit zu „a piece of alice“, der neuen Produktion von Angelika Ächter, die am 21. Januar 2011 im Tanzhaus Zürich zur Premiere kommen wird.